Aktualisiert: 29. März 2024

Frau schreibt auf Notizblock
Du nutzt fleißig Pinterest, um deine Produkte und Inhalte zu teilen, stellst aber fest, dass die erhofften Erfolge ausbleiben? Da bist du nicht allein! Während viele Pinterest als starken Traffic-Lieferanten neben Google nutzen, gibt es auch Stimmen, die frustriert behaupten: „Pinterest funktioniert einfach nicht für mich.“

Doch woran liegt das? In diesem Beitrag beleuchten wir die fünf häufigsten Gründen, warum Pinterest nicht die gewünschten Ergebnisse liefert. Wir zeigen dir, wie du gängige Fehler vermeiden und deinen Pinterest-Auftritt erfolgreich gestalten kannst. 

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Darum funktioniert Pinterest nicht – 5 Gründe

Pinterest ist eine großartige Plattform, um langfristig Traffic und Verkäufe zu generieren – aber nur, wenn man versteht, wie sie funktioniert.

Viele machen den Fehler, Pinterest mit Social Media gleichzusetzen und erwarten sofortige Ergebnisse. Doch Pinterest ist eine visuelle Suchmaschine, die mit einer Planungshaltung genutzt wird.

Nutzer kommen nicht, um spontan zu kaufen, sondern um sich inspirieren zu lassen, zu planen und sich auf spätere Kaufentscheidungen vorzubereiten.

#1 Du pinnst nur Produktbilder

Du verwendest Pinterest wie einen Katalog und pinnst nur eigene Produktbilder? Pinterest ist für Produkte großartig, denn in keinem anderen Medium wirst du so kaufwillige Nutzer finden. Doch es reicht nicht aus, ausschließlich Bilder aus deinem Online-Shop zu pinnen. Pinterest-Nutzer möchten sich inspirieren lassen. Sie suchen nach hilfreichen Inhalten oder Anleitungen.

Zeige also, wie deine Produkte verwendet werden. Am besten im Alltag und mit ansprechenden Fotos und Grafiken.

Wenn du selbst kein Content-Marketing betreibst, dann pinne auch gute Inhalte von anderen und mache so deinen Account ansprechend.

Wenn du zum Beispiel Hochzeitsfotograf bist, passen nicht nur deine eigenen Bilder, sondern natürlich auch alle Themen rundherum vom Junggesellenabschied über Ringkissen bis hin zu Dankeskarten.

Vergiss andererseits auch nicht, deine eigenen Inhalte zu pinnen und dafür mindestens ein Board zu reservieren, auf das nur deine eigenen Inhalte gepinnt werden.

#2 Du nutzt Pinterest wie Instagram

Wenn du es gewohnt bist, auf Instagram oder Facebook zu verkaufen, setzt du wahrscheinlich auf „Social Selling“. Dort baust du durch direkte Interaktion in Stories oder Kommentaren Vertrauen auf und kannst spontane Kaufentscheidungen begünstigen.

Pinterest hingegen funktioniert völlig anders. Es ist eine Suchmaschine, auf der Nutzer gezielt nach Inspiration und Lösungen suchen. Ihr Kaufprozess ist oft länger, und sie treffen ihre Entscheidungen meist nicht impulsiv.

Das bedeutet auch: Wenn Besucher über Pinterest auf deine Website kommen, kennen sie dich oft noch nicht. Sie sind „kalte“ Leads.

Ein weit verbreiteter Irrtum ist, sofortige Ergebnisse zu erwarten. Wenn Pinterest nicht innerhalb weniger Wochen Verkäufe bringt, wird es schnell als „nicht funktionierend“ abgestempelt. Dabei lässt du eine enorme Chance ungenutzt!

Pinterest ist anders als Facebook und vor allem Instagram kein Medium zur Selbstdarstellung. Niemand möchte auf Pinterest Selfies sehen oder wo du heute essen warst! Wenn dein Business persönlichkeitszentriert ist oder du selbst stellvertretend für deine Marke als Person stehst, kannst du natürlich auch ein Board kreieren, das deine Instagram-Bilder zeigt. Viel wichtiger ist allerdings, dass du dir die Frage stellst, welchen Nutzen andere davon haben, wenn sie deinem Profil folgen.

Dieser Nutzen muss einen Mehrwert bieten! Denke immer daran, dass die Inhalte, die du auf Pinterest teilst, nicht nur schön anzusehen sein sollten, sondern auch informativ, lehrreich oder unterhaltsam.

Nutze die Möglichkeit, Storytelling zu betreiben und eine Geschichte um deine Marke oder Produkte zu weben, die deine Follower fasziniert und bindet.

Zeige auf kreative Weise, wie deine Produkte das Leben deiner Kunden bereichern können und gib ihnen einen Grund, immer wieder auf dein Profil zurückzukommen. Indem du Wert schaffst und deine Zielgruppe genau ansprichst, wirst du langfristig eine treue Community aufbauen, die sich auf deine Pins freut und sie gerne teilt.

#3 Du hast keine Geduld

Selbst bei Themen, die auf Pinterest ein absoluter Renner sind, stellt sich der Erfolg nicht über Nacht ein!

Pinterest ist kein Sprint, sondern der Iron Man.

Hab also Geduld, achte auf Qualität, Kontinuität und Keywords. Denn es kann schon drei bis sechs Monate dauern, bis sich richtige Erfolge einstellen und die Zugriffe auf deine Webseite massiv steigen.

In dieser Zeit ist es wichtig, dass du deine Strategie verfeinerst und stetig an deinen Pins arbeitest. Analysiere, welche Inhalte bei deiner Zielgruppe besonders gut ankommen und passe deine zukünftigen Pins entsprechend an. Experimentiere mit verschiedenen Formaten und Designs, um herauszufinden, was am besten funktioniert.

Nimm dir die Zeit, um kreativ zu sein und Inhalte zu erstellen, die nicht nur auf dem ersten Blick begeistern, sondern auch zum Verweilen und Interagieren einladen. Mit der richtigen Mischung aus Ausdauer und strategischer Planung wird Pinterest zu einem mächtigen Werkzeug in deinem Marketingarsenal werden.

Du brauchst Unterstützung bei deiner Pinterest-Strategie oder möchtest professionelle Begleitung bei der Umsetzung? Nutze dafür doch das Pinterest-Coaching und hol dir effiziente Hilfe vom Profi!

#4 Du kennst deine Zielgruppe nicht

Essenziell für einen strategischen Zugang auf Pinterest, der nachhaltige Reichweite bringt, ist: Du musst deine Zielgruppe kennen!

Wenn du nur deine Produkte oder Services pinnst, und nicht darüber nachdenkst, was deine Zielgruppe interessiert, vergibst du dir die Chance auf mehr Aufmerksamkeit. Bei Claudia Easy Marketing findest du eine gute Anleitung für die Definition deinesLieblingskunden. Nimm dir die Zeit für diese Definition und richte dein Profil und deine zukünftigen Aktivitäten ganz auf deinen Lieblingskunden aus.

Wenn du mit deiner Community interagierst und Feedback einholst, lernst du sie auch besser kennen. Erstelle Umfragen, frage nach Meinungen und beziehe deine Follower in die Erstellung neuer Inhalte mit ein. So zeigst du, dass dir die Meinung deiner Zielgruppe wichtig ist und du deren Bedürfnisse ernst nimmst.

Dieses Engagement wird nicht nur für eine stärkere Bindung sorgen, sondern dir auch wertvolle Einblicke in die Wünsche und Vorlieben deiner Zielgruppe geben, um deine Pinterest-Strategie noch besser darauf abzustimmen.

#5 Du nutzt die Statistiken nicht

Egal welche Statistik du verwendest: ob die Pinterest Analytics, die Google Analytics oder Tailwind oder ganz andere – eines solltest du auf jeden Fall regelmäßig tun:

Beobachte deine Kennzahlen!

Du musst wissen, welche Pins wie viel Traffic auf deine Seite bringen. Und welche Pins konvertieren, also Leads wie Newsletteranmeldungen oder Verkäufe bringen.

Dies solltest du sammeln, auswerten und die besten Pins für andere Themen reproduzieren.

Du machst keinen dieser Fehler und Pinterest funktioniert dennoch nicht? Im ganz seltenen Fall ist Pinterest vielleicht nicht das richtige Medium für dich. Um das herauszufinden, nutze mein Pinterest-Consulting!

Manchmal hilft es jedoch auch, einfach mal ein bisschen Abstand zu nehmen und es aus einem anderen Blickwinkel zu betrachten. Frage dich, was deine Ziele sind und vergleiche dich nicht mit anderen.

3 Schlüsselfragen, bevor du Pinterest aufgibst

Und bevor du aufgibst, stelle dir die 3 wichtigsten Fragen.

1. Hast du Pinterest genügend Zeit gegeben?

Pinterest verdient eine langfristige Strategie. Es braucht mehrere Monate, bis sich messbare Ergebnisse zeigen. Der Algorithmus benötigt Zeit, um deine Pins zu indexieren, den richtigen Menschen zu zeigeen und damit die Reichweite organisch wachsen zu lassen. Wenn du erst seit wenigen Monaten pinnst, ist es zu früh, um das Handtuch zu werfen! Auf Google bist du auch nicht innerhalb von 4 Wochen auf Platz 1.

Dranbleiben lohnt sich. Erste spürbare Traffic-Anstiege gibt es meist nach fünf Monaten. Einen deutlichen Wachstumsschub oft erst nach neun Monaten. Dafür ist es eine langfristige Investition in dein Marketing.

2. Entwickelt sich deine Reichweite und Klickrate positiv?

Ein Blick in deine Pinterest-Analytics kann dir wertvolle Hinweise geben:

  • Steigen deine Impressionen? Falls nicht, solltest du dich mit Pinterest-SEO auseinandersetzen. Häufige Fehler betreffen die Anzahl und Benennung deiner Pinnwände.

  • Liegt deine Klickrate unter 1 %? Dann solltest du deine Pins überarbeiten.

Dazu zwei wichtige Tipps:

#1 Deine Pins werden nicht geklickt, aber haben eine gute Reichweite? Dann überarbeite dein Pin-Layout und die Texte

#2 Du bekommst Klicks auf die Webseite, aber sie konvertieren nicht? Dann liegt das Problem höchstwahrscheinlich auf deiner Website.

3. Ist deine Website für Pinterest-Besucher optimiert?

Wenn du Traffic von Pinterest bekommst, aber keine Verkäufe oder Anmeldungen erzielst, dann ist Pinterest nicht das Problem. Mit dem ausgehenden Klick hat Pinterest seinen Teil der Arbeit erledigt – jetzt liegt es an deiner Website.

  • Ist deine Webseite für Mobiltelefone optimiert? Mehr als 80 % der User kommen im Durchschnitt übers Handy. Da will niemand von zig Pop-ups, Werbeanzeigen erschlagen werden, sondern auf einen Blick finden, warum sie auf die Seite geklickt haben. Die Geschwindigkeit am Handy ist mittlerweile eine harte Währung im Internet. Achte darum unbedingt darauf.
  • Hältst du, was du auf dem Pin versprichst? Dein Pin erzeugt eine Erwartungshaltung – erfüllt deine Website diese? Falls nicht, springen die Nutzer schnell wieder ab. Dein Content muss genau das liefern, was dein Pin ankündigt – am besten auf einen Blick.

  • Bietest du eine auf einen Blick auffindbare Möglichkeit für eine Conversion? Gibt es mehrere Möglichkeiten zur Anmeldung oder zum Kauf? Hast du dein Formular gut sichtbar im Blogartikel eingebunden? Sind auf der Landingpage mehrere Buttons mit klarer Call-to-Action (CTA) vorhanden? Weist du im Blogartikel ausreichend prominent auf deine Produkte hin?

Pinterest ist keine Plattform für schnelle Erfolge, aber eine unglaublich wertvolle Traffic-Quelle, wenn du ihre Mechanismen verstehst. Bleibe konsequent dran, optimiere dein Pinterest-SEO und passe deine Website an den Pinterest-Traffic an. Mit der richtigen Strategie wirst du langfristig erfolgreich sein!

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